Patricia Staub, Religionspädagogin in Appenzell, erzählt im Fadegrad-Podast über Trauer, Firmung und das Leben als Frau in der Kirche.

Patricia Staub: Trauer gehört zum Leben

Der Sommer steht vor der Tür und wie das Wetter hat auch das Leben viele verschiedene Seiten. In dieser Folge ist Patricia Staub aus Appenzell zu Gast. Die Religionspädagogin und Trauerbegleiterin spricht über ihren persönlichen und beruflichen Weg und darüber, wie sie ihre Berufung in der Seelsorge gefunden hat.

«Ich war ein sogenanntes Regenbogenkind, kam also nach dem Tod eines Geschwisterchens auf die Welt. Der Tod war von Anfang an in meinem Leben omnipräsent. Es gab eine Zeit, da hat mich das sehr belastet. Doch es hat mich zu der gemacht, die ich jetzt bin.»

Im Interview erzählt Patricia Staub, wie aus einem Trauercafé in Appenzell Innerrhoden ein lebendiger Gesprächs- und Begegnungsort entstanden ist. Gleichzeitig hat sie begonnen, Beerdigungen zu halten, eine Aufgabe, die ihr besonders am Herzen liegt. Dabei ist es ihr wichtig, jede Feier möglichst persönlich zu gestalten und den verstorbenen Menschen mit seiner Geschichte in den Mittelpunkt zu stellen.

«Jede Beerdigung ist in sich irgendwie schön. Das empfinde ich wirklich so.»

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Abschied nehmen und Trauer verarbeiten kann Zeit brauchen. Neben der seelsorgerischen Begleitung bietet die reformierte und katholische Kirche jeden Monat eine ganz spezielle Möglichkeit. Im Trauercafé sollen die Teilnehmenden einen geschützten Raum bekommen, um ihre Trauer zu verarbeiten, Kraft zu tanken und in ihrem Tempo zurück ins Leben zu finden. Unterstützt werden Sie dabei von diplomierten Sterbe- und Trauerbegleiterinnen. Es sind alle herzlich willkommen, die, die aktiv teilnehmen wollen und die, die einfach nur zuhören wollen. Alle Termine und Treffpunkte findet ihr hier.

Ein weiterer Schwerpunkt ist ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Patricia Staub berichtet von ihren Erfahrungen als Religionspädagogin und von der Begleitung junger Menschen auf dem Firmweg. Themen wie Orientierung, Halt, Glauben, Trauer und die Frage nach den Kraftquellen des Lebens spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zum Schluss spricht Patricia Staub über ihre Rolle in der Kirche, über Frauen in der katholischen Kirche und darüber, was ihr trotz aller Herausforderungen Hoffnung gibt.

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